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Zweirad · eigene Ausbildungsmaschinen

Motorradführerschein Gelsenkirchen — A, A80, A2, A1 und AM

Vom Roller bis zur offenen Maschine. Wir bilden AM, A1, A2, A und A80 aus — mit eigenen Motorrädern, nicht mit angemieteten. BMW F 650 GS für A2 und A, Suzuki GSX-R 125 für A1, Roller für AM.

Klasse A

Die Klassen im Überblick

AM — Roller und Leichtkraftfahrzeuge

Ab 15 Jahren. Zweirädrige Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h: Verbrennungsmotor bis 50 cm³, Dieselmotor bis 500 cm³, Nenndauerleistung maximal 4 kW. Die Microcar-Klasse L6e gehört auch dazu — Sitzplätze maximal zwei, Leermasse bis 425 kg.

AM ist in Klasse B automatisch enthalten. Wer den Autoführerschein macht, braucht AM nicht separat.

A1 — die 125er

Ab 16 Jahren. Krafträder bis 125 cm³ Hubraum, maximal 11 kW Motorleistung, Verhältnis Leistung zu Leermasse höchstens 0,1 kW/kg. Auch mit Beiwagen. Dreirädrige Kraftfahrzeuge über 50 cm³ und über 45 km/h bis maximal 15 kW sind eingeschlossen.

Wer den Autoführerschein schon hat und nur 125er fahren will, braucht A1 nicht zwingend — B196 geht ohne Prüfung.

A2 — die Mittelklasse

Ab 18 Jahren. Motorleistung höchstens 35 kW, Verhältnis Leistung zu Gewicht maximal 0,2 kW/kg, und die Maschine darf nicht von einem Kraftrad mit mehr als 70 kW abgeleitet sein. Diese letzte Bedingung wird oft überlesen: Eine gedrosselte 100-kW-Maschine ist damit nicht A2-tauglich.

A — offen

Krafträder über 50 cm³ Hubraum und über 45 km/h ohne Leistungsbegrenzung, dreirädrige Kraftfahrzeuge über 15 kW. Drei Wege führen hin:

  • Direkteinstieg ab 24 Jahren — ohne Vorbesitz, volle Ausbildung und Prüfung
  • Aufstieg ab 20 Jahren — nach zwei Jahren ununterbrochenem A2-Besitz, mit praktischer Prüfung, ohne erneute Theorie
  • A80 ab 21 Jahren — Prüfung auf der offenen Maschine, bis 24 nur A2-Motorräder fahren, danach fällt die Grenze von selbst weg

A80 — der Weg, den kaum jemand kennt

Die Schlüsselzahl 80 ist der unterschätzte dritte Weg. Du machst mit 21 Jahren die komplette Ausbildung und Prüfung für die offene Klasse A — auf einer offenen Maschine, nicht auf einer gedrosselten. In den Führerschein kommt die Schlüsselzahl 80: bis zu deinem 24. Geburtstag darfst du damit nur Motorräder der Klasse A2 fahren.

Und dann passiert das Entscheidende: nichts. Mit 24 fällt die Beschränkung automatisch weg. Keine zweite Prüfung, kein neuer Antrag, keine Fahrstunden. Der Führerschein wird ohne dein Zutun zum vollen A.

Wann A80 die bessere Wahl ist: Wenn du zwischen 21 und 23 bist und noch keinen A2 hast. Der Aufstiegsweg würde bedeuten: erst A2 machen, zwei Jahre warten, dann noch eine praktische Prüfung. Mit A80 prüfst du einmal, fährst bis 24 A2-Maschinen und bist danach fertig — eine Prüfung statt zwei. Wer schon mit 18 anfängt, fährt weiter über A2 besser, weil er dann mit 20 offen fahren darf statt mit 24.

Die Stufenregelung — was sie wirklich bedeutet

Der Aufstieg von A2 auf A nach zwei Jahren verlangt nur eine praktische Prüfung — keine Theorieprüfung, keine neuen Sonderfahrten, keine Wartezeit darüber hinaus. Die zwei Jahre müssen aber ununterbrochen sein: Wer den A2 zwischenzeitlich abgibt oder entzogen bekommt, fängt neu an.

Rechenbeispiel: Mit 18 den A2, mit 20 die praktische Prüfung für A — das ist vier Jahre früher als der Direkteinstieg mit 24. Wer mit 18 anfängt und offen fahren will, fährt über A2 fast immer besser.

Theorie und Sonderfahrten

Beim Ersterwerb einer Fahrerlaubnis brauchst du zwölf Doppelstunden Grundstoff plus vier Doppelstunden klassenspezifischen Zusatzstoff. Hast du schon eine andere Klasse — typischerweise B —, reduziert sich der Grundstoff auf sechs Doppelstunden, der Zusatzstoff bleibt bei vier.

Die Sonderfahrten für A, A2 und A1: fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten, drei Dämmerungs- oder Nachtfahrten, jeweils 45 Minuten. Bei AM gibt es keine vorgeschriebenen Sonderfahrten.

Unsere Maschinen

  • BMW F 650 GS — für A2 und die offene Klasse A
  • Suzuki GSX-R 125 — für A1
  • Peugeot Roller — für AM

Dazu Schutzausrüstung und Funk. Eigene Maschinen heißen: Du fährst immer dieselbe, statt jede Stunde eine andere kennenzulernen.

FAQ

Fragen zu Motorradführerschein Gelsenkirchen

Brauche ich für A2 nochmal die komplette Theorie?
Nur beim Ersterwerb. Wenn du schon Klasse B hast, reduziert sich der Grundstoff von zwölf auf sechs Doppelstunden. Die vier Doppelstunden klassenspezifischer Zusatzstoff für Motorrad musst du in jedem Fall machen.
Kann ich A1 und den Autoführerschein gleichzeitig machen?
Ja, und das ist sogar günstiger: Der Grundstoff wird nur einmal gebraucht, du zahlst ihn nicht doppelt. Dazu kommen die klassenspezifischen Stunden für beide Klassen und die jeweiligen Sonderfahrten und Prüfungen.
Was ist mit einer gedrosselten Maschine für A2?
Drosseln ist erlaubt, aber die Ausgangsmaschine darf höchstens 70 kW gehabt haben. Eine auf 35 kW gedrosselte 100-kW-Maschine ist mit A2 nicht fahrbar — unabhängig davon, was im Fahrzeugschein steht.
Was ist der Unterschied zwischen A und A80?
Die Ausbildung ist dieselbe — Theorie, Praxis und Prüfung für die offene Klasse A, auf einer offenen Maschine. Der Unterschied steht nur im Führerschein: Bei A80 ist die Schlüsselzahl 80 eingetragen, die dich bis zum 24. Geburtstag auf A2-Motorräder beschränkt. Danach fällt sie von selbst weg, ohne weitere Prüfung. Der Vorteil: Du kannst die A-Prüfung schon mit 21 machen statt mit 24 zu warten.
Bildet ihr auch für den Aufstieg von A2 auf A aus?
Ja. Dafür ist nur eine praktische Prüfung nötig, keine Theorie. Wie viele Übungsstunden du davor brauchst, hängt davon ab, wie viel du in den zwei Jahren tatsächlich gefahren bist.
Ist AM in Klasse B enthalten?
Ja. Wer Klasse B besitzt, darf AM-Fahrzeuge fahren, ohne die Klasse separat zu erwerben. Wer mit 15 schon Roller fahren will, braucht AM allerdings einzeln.
Nächster Schritt

Sag uns, welche Klasse du brauchst.

Wir prüfen, ob gerade ein Ausbildungsplatz frei ist, und nennen dir den nächsten Theorietermin. Eine Nachricht genügt.